Meine Geniale Freundin – Die Geschichte des verlorenen Kindes

Freundschaft, Ehe, Mafia,Rote Brigaden, Erdbeben und schreibendes Erinnern. Elena Ferrantes Roman ist ein dicht gewebtes Netz aus Figuren und ihren Handlungen. Aber kann das alles auf eine Bühne? Zu Ewelina Marciniaks Inszenierung am Thalia Theater. Die Kritik Elena Ferrante ist nur ein Name oder besser: ein Pseudonym. Dahinter verbirgt sich seit Jahren eine Schriftstellerin, die… Meine Geniale Freundin – Die Geschichte des verlorenen Kindes weiterlesen

Das Urteil

Wie gerecht ist ein Schuldspruch? Berücksichtigt er alle Perspektiven? Zu Lars Cegleckis behutsamer Inszenierung am Theater Das Zimmer. Die Kritik Ist eigentlich nicht viel los in der Lounge am Flughafen. Ein junger und ein älterer Mann warten auf ihren Anschlussflug von New York nach Hamburg. Der jüngere blättert in einer Zeitung, der ältere liest aufmerksam… Das Urteil weiterlesen

Am Ende Licht

Ein Hoffnungsschimmer trotz aller Düsternis. Zur fesselnden, unbedingt sehenswerten Inszenierung von Elias Perrig im Ernst Deutsch Theater. Die Kritik Eines gleich vorweg: Der Titel stimmt. Am Ende des Stückes tut sich tatsächlich so etwas wie ein Hoffnungsschimmer auf. Wir müssen also nicht vollkommen depressiv das Theater verlassen, können aber sehr wohl lange über die Figuren… Am Ende Licht weiterlesen

Barocco

Eine Feier des Lebens und der Schönheit im Angesicht von Tod und Unterdrückung – zu Kirill Serebrennikovs überwältigendem, jedes Genre sprengenden Musiktheaterabend im Thalia Theater. Die Kritik Feuer – entflammt, brennt, lodert, verbrennt. Setzt Zeichen, erschreckt, begeistert, tötet. Leitmotivisch durchzieht es in all seinen möglichen Auslegungen die überwältigende Inszenierung des russischen Theatermachers Kirill Serebrennikov. Da… Barocco weiterlesen

Drei Schwestern

„Nach Moskau“ war gestern. „Nach Hause“ ist der neue Sehnsuchtsort der drei Schwestern in Anne Lenks Inszenierung des Tschechow-Schauspiels. DIE KRITIK Es bewegt sich: nichts. Statt dessen: Stagnation.  Die Bühne im Thalia Theater hat Judith Oswald zu einem dumpf-blauen Kasten mit roten Tupfern und starrer Leuchtumrahmung gestaltet. Ein Entkommen scheint unmöglich. Die Figuren mit ihren… Drei Schwestern weiterlesen

Fleisch

Was geschah bei der Party damals? War es ein sexueller Übergriff? Oder doch nicht? Wie Erinnerungen zu verschiedenen Ergebnissen kommen und Sprache für eine Klärung nicht ausreicht, davon erzählt Julia Redders spannende Inszenierung im Rangfoyer des Hamburger Schauspielhauses.  DIE KRITIK  „Warum bist du gekommen?“ Jo fragt das. Aber da ist der Boden des schicken Restaurants… Fleisch weiterlesen

Spatz und Engel

Wann hat man zuletzt im Ernst Deutsch Theater spontan stehenden Applaus gesehen? Genau. Nach der Premiere von „Spatz und Engel“. DIE KRITIK „Sie ist ein Meter zwanzig groß und sexy wie Godzilla.“ So beschrieb ein New Yorker Kritiker Edith Piaf. DIE Piaf. In Europa war sie bereits ein gefeierter Star, jetzt wollte sie Amerika erobern.… Spatz und Engel weiterlesen

Der Spieler

Glücksspiel kann süchtig machen, das wusste auch Dostojewski. Zu Georg Münzels Inszenierung im Altonaer Theater Die Kritik „Sie wird alles verspielen. Wir werden alles verspielen, wenn wir so weiter spielen wie bisher.“ Mit tonloser Stimme und leerem Blick trägt Alexej Iwanowitsch (Jascha Schütz) diese Erkenntnis vor. Das geschieht nach der Pause von Georg Münzels Inszenierung… Der Spieler weiterlesen

The Who & the What

Moderner Umgang mit dem Propheten Mohammed trifft auf traditionelles Denken und führt zu Problemen. Zur sehenswerten Inszenierung von Ayad Akhtars Stück im English Theatre. DIE KRITIK Zarina ist eine moderne junge Frau, eine unabhängige Intellektuelle mit pakistanischen Wurzeln in Atlanta/Georgia. Daran ist zunächst nichts Ungewöhnliches. Problematisch ist nur, dass sie als aufgeklärte Muslimin mit den… The Who & the What weiterlesen

König Lear

Es muss nicht immer alles tragisch sein. Zu Jan Bosses unterhaltsamer Inszenierung am Thalia Theater.   DIE KRITIK Gleich geht es los. Schnell noch den Glitzervorhang glatt streichen, den silbernen Boden ausrollen und die Instrumente aufbauen. Die Musiker (Jonas Landerschier, Leo Schmidthals und der Schauspieler Tilo Werner) spielen sich ein, der Narr (Christiane von Poelnitz)… König Lear weiterlesen