Fabian oder Der Gang vor die Hunde

Berlin Ende der 1920er Jahre. Die Stadt, das Land ist ohne Halt, zerstört und verwundet durch den Krieg. Inflation, Arbeitslosigkeit und politische Radikalisierung bestimmen das Dasein, moralische Werte gehen den Bach hinunter. In seiner Bühnenfassung von Erich Kästners Roman „Fabian oder Der Gang vor die Hunde“ setzt Dušan David Pařízek den Fokus auf die Menschen,… Fabian oder Der Gang vor die Hunde weiterlesen

Jane Eyre

Jane bleibt sie selbst. Sagt höflich, was sie denkt und verbiegt sich nicht, egal ob Konventionen und gesellschaftliche Grenzen Zurückhaltung verlangen. Eine selbstbewusste junge Frau im viktorianischen Zeitalter – das war im 19. Jahrhundert schon eine Sensation. „Jane Eyre“, Titelfigur von Charlotte Brontës Roman, wurde weltberühmt. Hat sie heute Staub angesetzt? Auf keinen Fall, wie… Jane Eyre weiterlesen

Hard Times

Es sind harte Zeiten, ohne Zweifel. Man könnte verzweifeln oder den Kopf in den Sand stecken. Oder ins Thalia Theater gehen. Dort hat nämlich Antú Romero Nunes „Hard Times“ von Charles Dickens inszeniert – poetisch, humorvoll und irgendwie auch tröstlich. Die Kritik Vor gelblich angestrahlten Nebelschwaden steht mitten auf der Bühne wie eingefroren ein Clown… Hard Times weiterlesen

Deutschstunde

Was war los mit dem moralischen Kompass? Die einen hatten in der Zeit der Nazi-Herrschaft gehorcht und ihre Pflicht getan, andere hatten Widerstand geleistet. Von den Autoritätshörigen haben viele später wieder ihre Posten bekommen und einfach weitergemacht. Wie Siggis Vater.  Zu Kathrin Mayrs präzisen und hochaktuellen Inszenierung von Siegfried Lenz’ „Deutschstunde – Biller in Flammen“… Deutschstunde weiterlesen

Der zerbrochne Krug

Sexuelle Übergriffe, Erpressung, Vertuschung – „Der zerbrochne Krug“ liefert genügend Themen, die bis heute relevant sind. Nicht von ungefähr ist Kleists Lustspiel in sechs Bundesländern Abiturthema und deshalb auch in den Spielplänen zahlreicher Bühnen zu finden. Lilja Rupprechts Inszenierung am Hamburger Thalia Theater will unbedingt den Bezug zu aktuellen Diskussionen herstellen, verirrt sich aber oft… Der zerbrochne Krug weiterlesen

Windstärke 17

Der Tod der Mutter, Schuldgefühle, Wut – all das liefert den Grundton für „Windstärke 17“ von Caroline Wahl. Am Ernst Deutsch Theater hat Co-Intendantin Ayla Yeginer den Erfolgsroman für die Bühne adaptiert und mit einer umwerfenden Hauptdarstellerin inszeniert. Die Kritik Natürlich zieht der Name. Erfolgsautorin Caroline Wahl schaffte es vor drei Jahren mit ihrem Debüt… Windstärke 17 weiterlesen

Der Sandmann

Der nette Kauz mit dem Säckchen voller Zaubersand – bis heute wird die Figur des Sandmanns auch im Fernsehen als Einschlafhilfe für Kinder bemüht. Wer allerdings E.T.A. Hoffmanns Novelle kennt, wird wohl davon Abstand nehmen. Denn „Der Sandmann“ führt die Hauptfigur Nathanael direkt in den Wahnsinn. Zu Björn Kruses stringenter Inszenierung im Theater Das Zimmer. … Der Sandmann weiterlesen

Heul doch nicht, du lebst ja noch

Keine Schule, die Freunde fort oder verstreut, die Stadt in Trümmern. Orientierungslosigkeit und Hunger bestimmt das Leben der Jugendlichen nach sechs langen Kriegsjahren. Aber immerhin sind sie noch am Leben. Nur können sie überhaupt ihre Zukunft gestalten? Diese Fragen stellt Kirsten Boies Roman „Heul doch nicht, du lebst ja noch“. Julia Bardosch hat ihn mit… Heul doch nicht, du lebst ja noch weiterlesen

Keine Aufstiegsgeschichte

Der gesellschaftliche Aufstieg ist für jeden und jede möglich. Herkunft und soziale Schicht: Egal. Ernsthaft? Die neue Produktion des Ernst Deutsch Theaters sieht das anders. Inspiriert von Olivier Davids gleichnamigen Roman setzt sich „Keine Aufstiegsgeschichte“ mit Armut und deren Folgen auseinander. Kritisch, temporeich, voller Energie und Komik. Ein überraschender, ein großartiger Abend. Die Kritik Vielleicht… Keine Aufstiegsgeschichte weiterlesen

Sankt Falstaff

Stücke und Inszenierungen zum Thema erodierende Demokratien und skrupellose Autokraten mit Macht- und Besitzanspruch haben derzeit Konjunktur. Fast schon ein bisschen viel, oder? Insofern ist es gut, dass Luise Voigts Inszenierung von Ewald Palmetshofers „Sankt Falstaff“ am Hamburger Thalia Theater den Schwerpunkt  verlagert und der ambivalenten Beziehung zweier ungleicher Männer mehr Raum gibt. Die Kritik… Sankt Falstaff weiterlesen