ANTHROPOLIS V: Antigone

Hört das denn nie auf? Diese Spirale von Gewalt und Rache, der Hang zur Vernichtung? Dabei denkt der Mensch doch, immer alles richtig zu machen. Zu Roland Schimmelpfennigs Bearbeitung und Karin Beiers Inszenierung, dem Finale der „ANTHROPOLIS“-Serie, im Schauspielhaus. Die Kritik Es ist ihnen nicht beizukommen, den Religionsfanatikern, den Verschwörungstheoretikern. Selbstgerecht gehen sie ihren Weg,… ANTHROPOLIS V: Antigone weiterlesen

ANTHROPOLIS IV: Iokaste

Wie hoch sind die Erfolgschancen von Friedensverhandlungen, wenn sich zwei unversöhnliche Kriegsparteien gegenüberstehen? Roland Schimmelpfennigs Text und Karin Beiers Inszenierung spiegeln erschreckend die derzeitigen globalen Krisen.  Die Kritik Da sitzen sie zu Dritt an einem langen Tisch und reden: „Es muss Frieden geben. Es muss Frieden geben können,“ wiederholt gebetsmühlenartig eine kahlköpfige Iokaste (Julia Wieninger).… ANTHROPOLIS IV: Iokaste weiterlesen

Meine Geniale Freundin – Die Geschichte des verlorenen Kindes

Freundschaft, Ehe, Mafia,Rote Brigaden, Erdbeben und schreibendes Erinnern. Elena Ferrantes Roman ist ein dicht gewebtes Netz aus Figuren und ihren Handlungen. Aber kann das alles auf eine Bühne? Zu Ewelina Marciniaks Inszenierung am Thalia Theater. Die Kritik Elena Ferrante ist nur ein Name oder besser: ein Pseudonym. Dahinter verbirgt sich seit Jahren eine Schriftstellerin, die… Meine Geniale Freundin – Die Geschichte des verlorenen Kindes weiterlesen

ANTHROPOLIS I: Prolog/Dionysos

Rausch und Ekstase treffen auf Ordnungsdenken mit furchtbaren Folgen. Zu Karin Beiers Auftakt ihrer „Anthropolis“- Serie im Schauspielhaus. Die Kritik Irgendwann bricht es los, das Chaos. „Schlagt die Trommeln!“, brüllt ein zorniger Dionysos (Carlo Ljubek). Und noch einmal: „Schlagt die Trommeln!“. Von beiden Seiten der bis an die Brandmauer aufgerissenen Bühne werden Taiko-Trommeln hereingefahren. Ohnehin… ANTHROPOLIS I: Prolog/Dionysos weiterlesen

Der Morgenstern

Ein heller Stern bring Unerklärliches ans Licht. Zur spannenden, zwischen Komik und Tragik balancierenden Inszenierung von Viktor Bodo.  Die Kritik „Ich will nicht nach Hause.“ Diese Erkenntnis trifft Kathrine (Julia Wieninger) wie ein Schlag. Eigentlich wartet ihre Familie in Bergen auf sie, ihr Mann Gaute (Yorck Dippe) schreibt ihr bereits per WhatsApp, dass er gekocht… Der Morgenstern weiterlesen

Spatz und Engel

Wann hat man zuletzt im Ernst Deutsch Theater spontan stehenden Applaus gesehen? Genau. Nach der Premiere von „Spatz und Engel“. DIE KRITIK „Sie ist ein Meter zwanzig groß und sexy wie Godzilla.“ So beschrieb ein New Yorker Kritiker Edith Piaf. DIE Piaf. In Europa war sie bereits ein gefeierter Star, jetzt wollte sie Amerika erobern.… Spatz und Engel weiterlesen

Der Spieler

Glücksspiel kann süchtig machen, das wusste auch Dostojewski. Zu Georg Münzels Inszenierung im Altonaer Theater Die Kritik „Sie wird alles verspielen. Wir werden alles verspielen, wenn wir so weiter spielen wie bisher.“ Mit tonloser Stimme und leerem Blick trägt Alexej Iwanowitsch (Jascha Schütz) diese Erkenntnis vor. Das geschieht nach der Pause von Georg Münzels Inszenierung… Der Spieler weiterlesen

The Who & the What

Moderner Umgang mit dem Propheten Mohammed trifft auf traditionelles Denken und führt zu Problemen. Zur sehenswerten Inszenierung von Ayad Akhtars Stück im English Theatre. DIE KRITIK Zarina ist eine moderne junge Frau, eine unabhängige Intellektuelle mit pakistanischen Wurzeln in Atlanta/Georgia. Daran ist zunächst nichts Ungewöhnliches. Problematisch ist nur, dass sie als aufgeklärte Muslimin mit den… The Who & the What weiterlesen

König Lear

Es muss nicht immer alles tragisch sein. Zu Jan Bosses unterhaltsamer Inszenierung am Thalia Theater.   DIE KRITIK Gleich geht es los. Schnell noch den Glitzervorhang glatt streichen, den silbernen Boden ausrollen und die Instrumente aufbauen. Die Musiker (Jonas Landerschier, Leo Schmidthals und der Schauspieler Tilo Werner) spielen sich ein, der Narr (Christiane von Poelnitz)… König Lear weiterlesen

Diese Geschichte von Ihnen

Wie viel Böses kann ein Mensch aushalten?Zur sehenswerten Inszenierung von John Hopkins‘ Psychodrama am Ernst Deutsch Theater. DIE KRITIK Dass die Polizeiarbeit, speziell die in der Mordkommission, einen Menschen verzweifeln oder zynisch werden lässt, wird selbst im „Tatort“ nicht mehr geleugnet. Kaum jemand, der unberührt bleibt von den unvorstellbaren Grausamkeiten, die es zu verfolgen gilt.… Diese Geschichte von Ihnen weiterlesen