Derzeit heben viele Theater Stücke auf ihren Spielplan, die sich mit autoritären Strukturen, Gewalt und Anpassung beschäftigen. Aus gutem, weil aktuellem Grund. Selten allerdings gelingt eine so pointierte, so satirisch scharfe und dabei so unterhaltsame Inszenierung wie „Der Drache“ von Jewgeni Schwarz am Ernst Deutsch Theater. Die Kritik „Wir wollen nicht verhehlen, dass wir Ihnen… Der Drache weiterlesen
Schlagwort: Theaterunterricht
Konrad oder Das Kind aus der Konservenbüchse
Ein KI-Kind! Ganz nach Wunsch programmiert! Völlig stressfrei, macht keine Umstände und wird dazu noch direkt ins Haus geliefert! So ein Kind ist Konrad. Leider kommt er bei der falschen Adresse an. Aber wieso eigentlich leider? Zu Ann-Cathrin Sudhoffs unbedingt sehenswerter Inszenierung von Christine Nöstlingers „Konrad oder Das Kind aus der Konservenbüchse“ am Hamburger Sprechwerk.… Konrad oder Das Kind aus der Konservenbüchse weiterlesen
TITANIC – schöne Menschen spielen große Gefühle
Es gibt Filme, bei denen Fans jede Szene kennen und ganze Dialoge mitsprechen können. James Camerons „Titanic“ ist so ein Film. Wie aus dem Erinnern und Nachspielen ein ansteckender Spaß werden kann, zeigt Lars Cegleckis Inszenierung „Titanic- schöne Menschen spielen große Gefühle“ im Theater das Zimmer. Die Kritik Mit einem freundlichen „Hallo“ und einem „Schön,… TITANIC – schöne Menschen spielen große Gefühle weiterlesen
Das große Heft
Schlimm, diese Bilder aus der Ukraine, aus Gaza und anderen Kriegsgebieten. Aber wir können umschalten oder weiterblättern, die Menschen in den betroffenen Gebieten nicht. Zum Hinsehen zwingt uns dagegen Karin Henkels ergreifende, erschütternde, großartige Inszenierung von Ágota Kristófs Roman „Das große Heft“ am Deutschen Schauspielhaus. Sie zeigt, wie sich die Brutalität des Krieges auf Kinder… Das große Heft weiterlesen
Fühler
Berührungen – das ist schon ein sehr sensibles Thema. Was wünscht man sich? Was lässt man zu? Wo sind die Grenzen? Diese Fragen haben drei Choreografinnen mit 26 Jugendlichen zwischen 14 und 21 Jahren in „Fühler“ am Jungen Schauspielhaus erprobt. Entstanden ist eine beeindruckende, sehenswerte SchauSpielRaum-Produktion. Die Kritik Ein schwarzer Tanzboden, darüber in der linken… Fühler weiterlesen
Ismene, Schwester von
Immer nur sie. Die Heldin, die Kämpferin, die Widerständlerin, vielleicht auch die Märtyrerin. Antigone – ja, aber wer kümmerte sich um ihre kleine Schwester? Wie hat sie die aufwühlende Zeit erlebt? Die niederländische Dramatikerin Lot Vekemans gibt ihr in „Ismene, Schwester von“ eine Stimme. Mia Massmann und Thomas Cesbron haben den Monolog eindrucksvoll auf der… Ismene, Schwester von weiterlesen
Momo
Zeit ist kostbar. Wer sie sich nimmt und mit anderen teilt, führt ein glückliches Leben. Wer sie spart, riskiert Stress, Hektik und Unzufriedenheit. Momo, Hauptfigur in Michael Endes gleichnamigem Roman, versucht den Menschen die Zeit zurückzugeben. Wie das geht, zeigt Florian Fiedlers Inszenierung des Kinderbuchklassikers am Hamburger Thalia Theater. Die Kritik Beppo fegt schon mal… Momo weiterlesen
Die Wut, die bleibt
Es funktioniert. Super gut sogar. Jorinde Dröses aus Hannover übernommene Inszenierung von „Die Wut, die bleibt“ nach dem Roman von Marieke Fallwickl löste auch bei der Hamburg-Premiere im Thalia Theater wahre Begeisterungsstürme aus. Eine zornige, fantastisch gespielte und rasant in Szene gesetzte Geschichte um die alltägliche, als selbstverständlich hingenommene Überforderung von Frauen. Die Kritik Sie… Die Wut, die bleibt weiterlesen
Der Untertan
Schon klar, die Gefährlichsten sind die, die sich anschleimen, buckeln und die Wahrheit verdrehen. So kommen sie an Machtpositionen. Den genauen Weg dahin hat Heinrich Mann schon 1914 in seinem Roman „Der Untertan“ beschrieben. In ihrer konzentrierten Bühnenfassung am Altonaer Theater zeigt Regisseurin Karin Drechsel, dass sich seit mehr als hundert Jahren nichts geändert hat,… Der Untertan weiterlesen
Arendt
„Denken in finsteren Zeiten“ heißt es im Untertitel zu Rhea Lemans fiktivem Drama „Arendt“. Diesen aber rückt Tom Kühnels unentschiedene Inszenierung am Hamburger Thalia Theater etwas zu sehr in den Hintergrund. Das große Plus dieses Abends ist das beeindruckende Ensemble mit einer überzeugenden Corinna Harfouch in der Titelrolle. Die Kritik Kopenhagen 1975. Die jüdische deutsch-amerikanische… Arendt weiterlesen