Kabale und Liebe – allerdings mit anderem Text und auch anderer Melodie

Die Welt steht kopf und alle Medien gleich mit. Alle? Nein, unbeirrbar gibt sich der „Kanale Kabale“. Clemens Sienknecht und Barbara Bürk haben im Hamburger Schauspielhaus mit „Kabale und Liebe – allerdings mit anderem Text und auch anderer Melodie“ eine neue Ausgabe ihrer Radioshow inszeniert und treffen beim Publikum genau den richtigen Nerv. Die Kritik… Kabale und Liebe – allerdings mit anderem Text und auch anderer Melodie weiterlesen

Die Wahrheiten

Eine Wahrheit ist eine Wahrheit und damit unumstößlich. Stimmt aber leider nicht. Je nachdem, wer gerade mit welchen Erfahrungen auf eine Situation blickt, hat er oder sie eine eigene Sichtweise. Plötzlich gibt es statt einer mindestens zwei oder mehrere Wahrheiten, und alle sind gleichberechtigt. Oder? Lutz Hübner und Sarah Nemitz haben ihr Stück vorsorglich „Die… Die Wahrheiten weiterlesen

Ajax und der Schwan der Scham

Heldinnen und Helden werden gefeiert. Odysseus zum Beispiel. Den kennt jeder. Aber Ajax? Keine Ahnung. Die US-Schauspielerin Natalie Portman hält strahlend ihren Oscar für „Black Swan“ in die Kamera. Und was ist mit ihrem Double, das für sie die Tanz-Szenen absolviert hat? Verschwindet in der Versenkung. Ruhm und Hybris auf der einen Seite, Demütigung und… Ajax und der Schwan der Scham weiterlesen

ANTHROPOLIS V: Antigone

Hört das denn nie auf? Diese Spirale von Gewalt und Rache, der Hang zur Vernichtung? Dabei denkt der Mensch doch, immer alles richtig zu machen. Zu Roland Schimmelpfennigs Bearbeitung und Karin Beiers Inszenierung, dem Finale der „ANTHROPOLIS“-Serie, im Schauspielhaus. Die Kritik Es ist ihnen nicht beizukommen, den Religionsfanatikern, den Verschwörungstheoretikern. Selbstgerecht gehen sie ihren Weg,… ANTHROPOLIS V: Antigone weiterlesen

ANTHROPOLIS IV: Iokaste

Wie hoch sind die Erfolgschancen von Friedensverhandlungen, wenn sich zwei unversöhnliche Kriegsparteien gegenüberstehen? Roland Schimmelpfennigs Text und Karin Beiers Inszenierung von „Iokaste“ im Deutschen Schauspielhaus spiegeln erschreckend die derzeitigen globalen Krisen.  Die Kritik Da sitzen sie zu Dritt an einem langen Tisch und reden: „Es muss Frieden geben. Es muss Frieden geben können,“ wiederholt gebetsmühlenartig… ANTHROPOLIS IV: Iokaste weiterlesen

ANTHROPOLIS I: Prolog/Dionysos

Rausch und Ekstase treffen auf Ordnungsdenken mit furchtbaren Folgen. Zu Karin Beiers Auftakt ihrer „Anthropolis“- Serie im Schauspielhaus. Die Kritik Irgendwann bricht es los, das Chaos. „Schlagt die Trommeln!“, brüllt ein zorniger Dionysos (Carlo Ljubek). Und noch einmal: „Schlagt die Trommeln!“. Von beiden Seiten der bis an die Brandmauer aufgerissenen Bühne werden Taiko-Trommeln hereingefahren. Ohnehin… ANTHROPOLIS I: Prolog/Dionysos weiterlesen

Der Morgenstern

Ein heller Stern bring Unerklärliches ans Licht. Zur spannenden, zwischen Komik und Tragik balancierenden Inszenierung von Viktor Bodo.  Die Kritik „Ich will nicht nach Hause.“ Diese Erkenntnis trifft Kathrine (Julia Wieninger) wie ein Schlag. Eigentlich wartet ihre Familie in Bergen auf sie, ihr Mann Gaute (Yorck Dippe) schreibt ihr bereits per WhatsApp, dass er gekocht… Der Morgenstern weiterlesen

Spatz und Engel

Wann hat man zuletzt im Ernst Deutsch Theater spontan stehenden Applaus gesehen? Genau. Nach der Premiere von „Spatz und Engel“. DIE KRITIK „Sie ist ein Meter zwanzig groß und sexy wie Godzilla.“ So beschrieb ein New Yorker Kritiker Edith Piaf. DIE Piaf. In Europa war sie bereits ein gefeierter Star, jetzt wollte sie Amerika erobern.… Spatz und Engel weiterlesen

Der Spieler

Glücksspiel kann süchtig machen, das wusste auch Dostojewski. Zu Georg Münzels Inszenierung im Altonaer Theater Die Kritik „Sie wird alles verspielen. Wir werden alles verspielen, wenn wir so weiter spielen wie bisher.“ Mit tonloser Stimme und leerem Blick trägt Alexej Iwanowitsch (Jascha Schütz) diese Erkenntnis vor. Das geschieht nach der Pause von Georg Münzels Inszenierung… Der Spieler weiterlesen

König Lear

Es muss nicht immer alles tragisch sein. Zu Jan Bosses unterhaltsamer Inszenierung am Thalia Theater. DIE KRITIK Gleich geht es los. Schnell noch den Glitzervorhang glatt streichen, den silbernen Boden ausrollen und die Instrumente aufbauen. Die Musiker (Jonas Landerschier, Leo Schmidthals und der Schauspieler Tilo Werner) spielen sich ein, der Narr (Christiane von Poelnitz) schlägt… König Lear weiterlesen