Das Bildnis des Dorian Gray

Die Sehnsucht nach ewiger Jugend und Schönheit, die Angst vor dem Alter und dem körperlichen Verfall – das gibt es nicht erst seit heute. Schon Ende des 19. Jahrhunderts hat Oscar Wilde das Problem in seinem Roman „Das Bildnis des Dorian Gray“ thematisiert. Der junge Regisseur Tristan Linder macht daraus im Malersaal des Deutschen Schauspielhauses… Das Bildnis des Dorian Gray weiterlesen

Heul doch nicht, du lebst ja noch

Keine Schule, die Freunde fort oder verstreut, die Stadt in Trümmern. Orientierungslosigkeit und Hunger bestimmt das Leben der Jugendlichen nach sechs langen Kriegsjahren. Aber immerhin sind sie noch am Leben. Nur können sie überhaupt ihre Zukunft gestalten? Diese Fragen stellt Kirsten Boies Roman „Heul doch nicht, du lebst ja noch“. Julia Bardosch hat ihn mit… Heul doch nicht, du lebst ja noch weiterlesen

Der Überläufer

Gar nicht einfach, einen so komplexes Werk wie Siegfried Lenz’ zweiten Roman „Der Überläufer“ auf die Bühne zu bringen. 1951 entstanden, wurde er erst 2016 nach dem Tod des Schriftstellers veröffentlicht. Zu brisant erschien dem Verlag Hoffmann und Campe seinerzeit ein Text, der sich kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs kritisch mit der Frage nach… Der Überläufer weiterlesen

Die Schönen und das Biest

Sie ähneln einander in ihren Erscheinungen, ihren Bewegungen, ihren Begrüßungsritualen.   Die Komfortzone ist perfekt. Bis plötzlich jemand auftritt, der ganz anders ist. In „Die Schönen und das Biest“ hinterfragt Ceren Oran im Jungen Schauspielhaus spielerisch die Macht der Schönheitsideale.   Die Kritik Es gibt ja immer etwas zu verbessern am eigenen Äußeren: Die Haare… Die Schönen und das Biest weiterlesen

Jungs vun de Waterkant – Die Gebrüder Wolf

Wie erzählt man eine Hamburgensie? Ein Allgemeingut der Stadt, das jede und jeder zu kennen glaubt, von allem aber nur ein bisschen weiß? Wie zum Beispiel bei den legendären Gebrüdern Wolf. Theatermacher Ingo Putz hat sich an ihre Geschichte herangewagt und sie unter dem Titel „Jungs vun de Waterkant“ als schwungvolle, gleichwohl nachdenklich stimmende Revue… Jungs vun de Waterkant – Die Gebrüder Wolf weiterlesen

Keine Aufstiegsgeschichte

Der gesellschaftliche Aufstieg ist für jeden und jede möglich. Herkunft und soziale Schicht: Egal. Ernsthaft? Die neue Produktion des Ernst Deutsch Theaters sieht das anders. Inspiriert von Olivier Davids gleichnamigen Roman setzt sich „Keine Aufstiegsgeschichte“ mit Armut und deren Folgen auseinander. Kritisch, temporeich, voller Energie und Komik. Ein überraschender, ein großartiger Abend. Die Kritik Vielleicht… Keine Aufstiegsgeschichte weiterlesen

Sankt Falstaff

Stücke und Inszenierungen zum Thema erodierende Demokratien und skrupellose Autokraten mit Macht- und Besitzanspruch haben derzeit Konjunktur. Fast schon ein bisschen viel, oder? Insofern ist es gut, dass Luise Voigts Inszenierung von Ewald Palmetshofers „Sankt Falstaff“ am Hamburger Thalia Theater den Schwerpunkt  verlagert und der ambivalenten Beziehung zweier ungleicher Männer mehr Raum gibt. Die Kritik… Sankt Falstaff weiterlesen

Die Möwe

Tschechow als Vater des Absurden – diese Idee leitet Yana Ross’ kluge Inszenierung von „Die Möwe“ am Deutschen Schauspielhaus. Ein brillantes Ensemble steht ihr dabei zur Seite. Die Kritik Kein Blick auf russische Birken, nicht mal auf einen See, der doch als Hintergrund für Kostjas Stück herhalten soll. Statt dessen ein getäfelter, fensterloser Raum mit… Die Möwe weiterlesen

Momo

Was ist Zeit und wie geht man damit um? Das sind die Grundfragen in Michael Endes märchenhaftem Roman „Momo“. Existenzielle, philosophische Fragen also, die nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene berühren. Dreimal ist der Klassiker bereits verfilmt (zuletzt 2025) und x-mal für das Theater adaptiert worden. Am Jungen Schauspielhaus hat jetzt die Nachwuchsregisseurin Sophie Glaser… Momo weiterlesen

To My Little Boy

Klimawandel, Ausbeutung von Ressourcen, Plastikmüll ohne Ende – und das ist ja längst noch nicht alles, was einen Menschen heute überfordern kann. Vielleicht hilft da tatsächlich nur ein Schwein aus Polyester, sozusagen als bester Freund. Caren Jeß probiert diese Möglichkeit in ihrem intelligenten wie skurrilen Stück „To my little boy“. Dessen unterhaltsame Uraufführung ist jetzt… To My Little Boy weiterlesen