Experimente an Menschenkörpern, Schaffung von Hybriden, von manipulierbaren Abhängigen, Gefährdung der Demokratie, Machtmissbrauch – Armin Petras’ „Hundeherz“ wirft ohne Frage spannende Themen auf. Bei der Uraufführung am Hamburger Schauspielhaus ertrinken sie leider im Video-, Musik- und Spiel-Overkill von Claudia Bauers Inszenierung. Die Kritik Kein Leben, keine Wärme in Gotham City. Dreidimensionale, an Filmbauten erinnernde Gestelle… Hundeherz weiterlesen
Kategorie: Deutsches Schauspielhaus Hamburg
Und wieder ein Marathon
Die Antike lässt sie nicht los. Diesmal geht es Karin Beier um den „Urmythos des rücksichtslosen Imperialismus“, der bereits in der Argonautenfahrt, dem Kampf ums Goldene Vlies und der Geschichte um Medea beschrieben worden ist. Unter dem Titel „Fremde Sonne“ inszeniert Schauspielhaus-Intendantin Karin Beier ein insgesamt sechsteiliges Projekt, das die Spielzeit 26/27 einläutet. Übergeordnet ist… Und wieder ein Marathon weiterlesen
Das Bildnis des Dorian Gray
Die Sehnsucht nach ewiger Jugend und Schönheit, die Angst vor dem Alter und dem körperlichen Verfall – das gibt es nicht erst seit heute. Schon Ende des 19. Jahrhunderts hat Oscar Wilde das Problem in seinem Roman „Das Bildnis des Dorian Gray“ thematisiert. Der junge Regisseur Tristan Linder macht daraus im Malersaal des Deutschen Schauspielhauses… Das Bildnis des Dorian Gray weiterlesen
alphabet
Was für ein stiller, poetischer Abend! Der Schweizer Theaterkünstler Thom Luz hat am Deutschen Schauspielhaus das Gedicht „alphabet“ der dänischen Lyrikerin Inger Christensen inszeniert und damit einen Gegenentwurf zum aktuellen Welt-Chaos geschaffen. Die Kritik Was war nochmal die Fibonacci-Folge? Ist sicher nicht jedem geläufig, macht aber auch nichts. Nur so viel: Über die mathematische Formel,… alphabet weiterlesen
Die Möwe
Tschechow als Vater des Absurden – diese Idee leitet Yana Ross’ kluge Inszenierung von „Die Möwe“ am Deutschen Schauspielhaus. Ein brillantes Ensemble steht ihr dabei zur Seite. Die Kritik Kein Blick auf russische Birken, nicht mal auf einen See, der doch als Hintergrund für Kostjas Stück herhalten soll. Statt dessen ein getäfelter, fensterloser Raum mit… Die Möwe weiterlesen
Die Stadt der Träumenden Bücher
Das Buch ist bei jungen Menschen etwas aus der Mode gekommen. Dabei kann es doch so einiges: faszinieren, erschrecken, vielleicht sogar Menschen verschlingen. Die Kraft der Literatur feiert Walter Moers’ Roman „Die Stadt der Träumenden Bücher“, Viktor Bodo hat ihn bildgewaltig im Deutschen Schauspielhaus inszeniert. Die Kritik Was macht denn bitte ein gutes Buch aus?… Die Stadt der Träumenden Bücher weiterlesen
Das große Heft
Schlimm, diese Bilder aus der Ukraine, aus Gaza und anderen Kriegsgebieten. Aber wir können umschalten oder weiterblättern, die Menschen in den betroffenen Gebieten nicht. Zum Hinsehen zwingt uns dagegen Karin Henkels ergreifende, erschütternde, großartige Inszenierung von Ágota Kristófs Roman „Das große Heft“ am Deutschen Schauspielhaus. Sie zeigt, wie sich die Brutalität des Krieges auf Kinder… Das große Heft weiterlesen
Vampire’s Mountain
Einfach mal zur Ruhe kommen. Keine Handlung erkennen oder gar analysieren müssen. Sondern sich mitnehmen lassen in die wundersame Welt des Philippe Quesne und zuschauen, wie er in „Vampire’s Mountain“ am Hamburger Schauspielhaus heiter und poetisch der drohenden Apokalypse begegnet. Die Kritik Zu sehen ist erst einmal: Nichts. Alles dunkel im Saal und auf der… Vampire’s Mountain weiterlesen
Mein Schwanensee
Mutig, stark, kreativ – das sind nur einige der Attribute, die seit Jahrhunderten und länger das Bild des Mannes formen. Im Malersaal des Deutschen Schauspielhauses schaut Christoph Marthaler mit seinem Projekt „Mein Schwanensee“ distanziert und mit feinem Humor auf Männlichkeitswahn und Machtgelüste. Die Kritik Dieser merkwürdige runde, etwas angerostete Top-Loader. Man müsste nur… Mein Schwanensee weiterlesen
Hamlet
Hamlet hat Recht: „Die Zeit ist aus den Fugen“, mal wieder und heute ganz besonders. Anlass genug für Altmeister Frank Castorf, sich Shakespeares Drama zur Saisoneröffnung im Deutschen Schauspielhaus vorzunehmen und es mit vielen Zusatztexten anzureichern. Hat es das nötig? Die gut sechsstündige, in Teilen großartige Inszenierung verliert darüber jedoch den Fokus. Die Kritik… Hamlet weiterlesen