Fremde Sonne V: Medea in Korinth

Medea hat ihre Kinder getötet. Mit dieser unfassbaren Tat ist sie seit der Antike zu einer der verstörendsten und faszinierendsten Frauenfiguren der Literatur geworden. In „Medea in Korinth“, dem fünften Teil des Antiken-Zyklus „Fremde Sonne“ am Deutschen Schauspielhaus, steht mit Lina Beckmann eine vielschichtige, Herz und Verstand berührende Frau auf der Bühne, die alles ist,… Fremde Sonne V: Medea in Korinth weiterlesen

Fremde Sonne IV: Medea in Kolchis

Wie erfolgreich war Iasons Argonautenfahrt? Gab es einen Deal? Was geschah tatsächlich in Kolchis? In „Medea in Kolchis“, dem vierten Teil des Antiken-Zyklus „Fremde Sonne“,  lässt Autor Roland Schimmelpfennig Medea, ihre Familie und Iason unterschiedlich auf die Ereignisse von damals zurückblicken. Karin Beier inszeniert mit einem fantastischen Ensemble ein intensives Kammerspiel.   Die Kritik Was… Fremde Sonne IV: Medea in Kolchis weiterlesen

Fremde Sonne I-III: Prolog, Zwischenspiel, Die Argonauten

Am Deutschen Schauspielhaus ist zur Spielzeiteröffnung wieder eine neue Serie am Start. Basierend auf dem Argonauten-Mythos hat Roland Schimmelpfennig die Ursprünge von imperialer Kolonialisation und deren Folgen untersucht. Unter dem Obertitel „Fremde Sonne“ erzählt er in sechs Teilen von Gier, Unterdrückung, Demütigung und Rache, eine zentrale Rolle spielt dabei die Figur der Medea. In der… Fremde Sonne I-III: Prolog, Zwischenspiel, Die Argonauten weiterlesen

Der Überläufer

Gar nicht einfach, einen so komplexes Werk wie Siegfried Lenz’ zweiten Roman „Der Überläufer“ auf die Bühne zu bringen. 1951 entstanden, wurde er erst 2016 nach dem Tod des Schriftstellers veröffentlicht. Zu brisant erschien dem Verlag Hoffmann und Campe seinerzeit ein Text, der sich kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs kritisch mit der Frage nach… Der Überläufer weiterlesen

Jungs vun de Waterkant – Die Gebrüder Wolf

Wie erzählt man eine Hamburgensie? Ein Allgemeingut der Stadt, das jede und jeder zu kennen glaubt, von allem aber nur ein bisschen weiß? Wie zum Beispiel bei den legendären Gebrüdern Wolf. Theatermacher Ingo Putz hat sich an ihre Geschichte herangewagt und sie unter dem Titel „Jungs vun de Waterkant“ als schwungvolle, gleichwohl nachdenklich stimmende Revue… Jungs vun de Waterkant – Die Gebrüder Wolf weiterlesen

Gaslight

Steter Tropfen höhlt den Stein. Das gilt auch für Psychoterror. Wem oft genug gesagt wird, dass seine Vergesslichkeit und Orientierungslosigkeit zunimmt, der glaubt irgendwann selbst an einen schleichenden Wahnsinn. Wie das abläuft, zeigt Patrick Hamiltons Thriller „Gaslight“, der jetzt in Paul Glasers überzeugender Inszenierung am Hamburger English Theatre zu sehen ist.  Die Kritik Es sieht… Gaslight weiterlesen

Das große Heft

Schlimm, diese Bilder aus der Ukraine, aus Gaza und anderen Kriegsgebieten. Aber wir können umschalten oder weiterblättern, die Menschen in den betroffenen Gebieten nicht. Zum Hinsehen zwingt uns dagegen Karin Henkels ergreifende, erschütternde, großartige Inszenierung von Ágota Kristófs Roman „Das große Heft“ am Deutschen Schauspielhaus. Sie zeigt, wie sich die Brutalität des Krieges auf Kinder… Das große Heft weiterlesen

Ismene, Schwester von

Immer nur sie. Die Heldin, die Kämpferin, die Widerständlerin, vielleicht auch die Märtyrerin. Antigone – ja, aber wer kümmerte sich um ihre kleine Schwester? Wie hat sie die aufwühlende Zeit erlebt? Die niederländische Dramatikerin Lot Vekemans gibt ihr in „Ismene, Schwester von“ eine Stimme. Mia Massmann und Thomas Cesbron haben den Monolog eindrucksvoll auf der… Ismene, Schwester von weiterlesen

Marschlande

Es geht rund am Thalia Theater. Gerade mal zwei Tage nach der Eröffnungspremiere folgt mit „Marschlande“ auch schon die nächste im Großen Haus. Hannah Zufalls Dramatisierung und Jorinde Dröses Uraufführung werfen allerdings Fragen nach der Bühnentauglichkeit von Jarka Kubsovas Roman auf. Die Kritik Wenige Balken skizzieren ein modernes, großzügiges Haus auf einer weitgehend dunklen, nur… Marschlande weiterlesen

Novecento – De Geschicht vun den Ozeanpianist

Das Leben eine einzige Sehnsucht. Die Erfüllung der Träume? Lieber nicht. Könnte schief gehen und zu maximaler Enttäuschung führen. Deshalb bleibt der Pianist Novecento auf  seinem Schiff bis zum Tod. Zu Jasper Brandis’ wunderbar zarter Inszenierung von Alessandro Bariccos „Novecento – De Geschichte vun den Ozeanpianist“ als plattdeutsche Erstaufführung im Studio des Ohnsorg Theaters. Die… Novecento – De Geschicht vun den Ozeanpianist weiterlesen