Ja nichts ist ok

Das sagt sich so schnell dahin: Alles klar, alles gut, alles okay. Doch was sagt das tatsächlich über den eigenen Zustand oder gar über größere gesellschaftliche Zusammenhänge? „Ja nichts ist ok“, meinen René Pollesch und Fabian Hinrichs in ihrer letzten gemeinsamen Arbeit. Eine beeindruckende traurig-komische Produktion, die im Rahmen der Lessingtage am Thalia Theater gastierte. … Ja nichts ist ok weiterlesen

Das Gesicht

Da sieht jemand so aus wie der Präsident und – schwupp!- muss er auch schon als Double für einen heiklen Auftritt herhalten. Darauf ließe sich eine gute Komödie aufbauen. Dass das nicht immer gelingt, zeigt „Das Gesicht“ von Siegfried Lenz im Altonaer Theater.  Die Kritik Keine Frage, Siegfried Lenz ist ein großer Erzähler, und Axel… Das Gesicht weiterlesen

Keine Aufstiegsgeschichte

Der gesellschaftliche Aufstieg ist für jeden und jede möglich. Herkunft und soziale Schicht: Egal. Ernsthaft? Die neue Produktion des Ernst Deutsch Theaters sieht das anders. Inspiriert von Olivier Davids gleichnamigen Roman setzt sich „Keine Aufstiegsgeschichte“ mit Armut und deren Folgen auseinander. Kritisch, temporeich, voller Energie und Komik. Ein überraschender, ein großartiger Abend. Die Kritik Vielleicht… Keine Aufstiegsgeschichte weiterlesen

Unsere wilden Jahre – As wi wild weern

Geschwisterliebe ist eine fragile Angelegenheit.  Doch wenn man sie pflegt und in der Kindheit Gemeinsamkeiten entdeckt, kann sie spätere Krisen überstehen und zu tiefer Verbundenheit im Erwachsenenalter führen. Davon erzählt „Unsere wilden Jahre – As wi wild weern“ von Charles Way. Die Produktion des Oldenburgischen Staatstheaters gastiert jetzt zwei Wochen lang im Ohnsorg Studio.  Die… Unsere wilden Jahre – As wi wild weern weiterlesen

Destination: Origin

Leben und Arbeiten in einem autoritären Staat wie dem Iran, der mit brutaler Gewalt Protestierende unterdrückt. Flucht und schließlich Ankommen in Berlin. Tatsächlich Ankommen? Was das alles bedeutet, davon erzählen Mohammad Rasoulof und sein Ensemble in „Destination: Origin“ bei den Lessingtagen im Thalia in der Gaußstraße. Die Kritik Im Lichtkegel der nachtschwarzen Bühne steht eine… Destination: Origin weiterlesen

Mama Odessa

Man kann sie alle sehen und ablaufen, die Orte, an denen Maxim Billers Roman „Mama Odessa“ spielt. Und die Hamburger Kammerspiele liegen mittendrin. Es ist also nur recht und billig, dass dieses Theater als erstes den Zuschlag für die Rechte an einer Bühnenfassung bekommen hat. Im Zentrum des autobiografisch geprägten Romans steht die Beziehung zwischen… Mama Odessa weiterlesen

Sankt Falstaff

Stücke und Inszenierungen zum Thema erodierende Demokratien und skrupellose Autokraten mit Macht- und Besitzanspruch haben derzeit Konjunktur. Fast schon ein bisschen viel, oder? Insofern ist es gut, dass Luise Voigts Inszenierung von Ewald Palmetshofers „Sankt Falstaff“ am Hamburger Thalia Theater den Schwerpunkt  verlagert und der ambivalenten Beziehung zweier ungleicher Männer mehr Raum gibt. Die Kritik… Sankt Falstaff weiterlesen

Die Möwe

Tschechow als Vater des Absurden – diese Idee leitet Yana Ross’ kluge Inszenierung von „Die Möwe“ am Deutschen Schauspielhaus. Ein brillantes Ensemble steht ihr dabei zur Seite. Die Kritik Kein Blick auf russische Birken, nicht mal auf einen See, der doch als Hintergrund für Kostjas Stück herhalten soll. Statt dessen ein getäfelter, fensterloser Raum mit… Die Möwe weiterlesen

Opera of Hope

Wie fühlt sich das an: Als kleines Mädchen aus der Heimat zu fliehen? In einem Land mit fremder Sprache und Kultur anzukommen? Im Asylantenheim zu leben? In der Schule die Ausländerklasse zu besuchen? Und überhaupt schwarz zu sein in Deutschland? Davon erzählt die Hamburger Theatermacherin Mable Preach in ihrer „Opera of Hope“ auf Kampnagel.  Die… Opera of Hope weiterlesen

Momo

Was ist Zeit und wie geht man damit um? Das sind die Grundfragen in Michael Endes märchenhaftem Roman „Momo“. Existenzielle, philosophische Fragen also, die nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene berühren. Dreimal ist der Klassiker bereits verfilmt (zuletzt 2025) und x-mal für das Theater adaptiert worden. Am Jungen Schauspielhaus hat jetzt die Nachwuchsregisseurin Sophie Glaser… Momo weiterlesen