Odysseus heißt jetzt Oddo, sein Schiff ist die „Heidi Kabel“ und den griechischen Chor ersetzt er mit ein paar Shantys. Nein, an Selbstbewusstsein fehlt es diesem Oddo weiß Gott nicht. Bei seinem Demokratieverständnis ist allerdings noch Luft nach oben. Zu Murat Yeginers „Oddos See – Eine irre Fahrt“, frei nach Motiven von Homer am Ohnsorg… Oddos See – Eine irre Fahrt weiterlesen
Schlagwort: ab 15 Jahre
Eine Insel mit zwei Zwergen
Verwöhnte Staatstheatergänger mögen vielleicht bei dem Titel abwinken. „Eine Insel mit zwei Zwergen“, die Verballhornung des Lummerland-Songs aus der Augsburger Puppenkiste, hat den Geschmack von verzweifelter Lustigkeit. Falsch gedacht. Im Theater Das Zimmer beweist Jona Manows Inszenierung der Komödie mit Musik, wie man mit wenigen Mitteln und zwei hinreißenden Schauspielern einen unterhaltsamen, wirklich komischen und… Eine Insel mit zwei Zwergen weiterlesen
Ein Sommernachtstraum
So eine Sommernacht kann schon einiges durcheinanderbringen. Die Kontrolle ist ausgeschaltet, das Chaos übernimmt. Zu Mona Kraushaars rasanter Inszenierung von Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ am Ernst Deutsch Theater. Die Kritik Vernunft spielt keine Rolle mehr. Ist einfach ausgetrickst. Genauso wie jeder sorgfältig kalkulierte Plan. Dafür brechen ungefiltert Gefühle und Begierden hervor und führen, wen wundert’s, ins… Ein Sommernachtstraum weiterlesen
Die Erfindung meiner Kindheit
„…oder All das, was mir das Leben rettete“ – Es sind vor allem Ehrgeiz, Mut und Fantasie, die das Mädchen und die spätere junge Frau stark machen und ihr eine Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ermöglichen. Zur berührenden Uraufführung von Stanislava Jevićs Stück im Studio des Jungen Schauspielhauses. Die Kritik Wie glücklich sie ist, wie frei!… Die Erfindung meiner Kindheit weiterlesen
Der Talisman
Tempo, Witz und Intelligenz – Herz, was begehrst du mehr in diesen Zeiten? Johann Nestroy hätte sicher auch Spaß an Bastian Krafts Inszenierung seiner Posse im Thalia in der Gaußstraße. DIE KRITIK Es sind die Haare. Sie verhindern eine Anstellung, von einer beruflichen Karriere ganz zu schweigen. Titus’ Haare sind rot – nicht umsonst lautet… Der Talisman weiterlesen
Schöne neue Welt
Wie nah sind Huxleys Zukunftsvisionen? Zu Amir Reza Koohestanis intelligenter Inszenierung im Thalia in der Gaußstraße. DIE KRITIK Ist doch gar nicht so schlecht, was diese neue Gesellschaft bietet: Alle teilen alles mit allen (auch die Partner*innen). Menschen entstehen im Reagenzglas und müssen nicht mehr umständlich gezeugt und unter Schmerzen geboren werden. Die Bedürfnisse des Kastensystems… Schöne neue Welt weiterlesen
Subjekt Woyzeck (Into The Void)
Im Jungen Schauspielhaus untersucht Regisseur Moritz Franz Beichl die Rolle der Geschlechter Die Kritik Das Glück des Mannes heißt: Ich will“, lacht der Tambourmajor und setzt noch einen drauf, denn: „Das Glück der Frau heißt: Er will.“ Wieherndes Gelächter zwischen ihm und dem Doktor. Da haben sich zwei Machos gefunden, einer weiß einen immer noch… Subjekt Woyzeck (Into The Void) weiterlesen
Caesar
Stefan Puchers konzentrierte Adaption von Shakespeares „Julius Caesar“ im Malersaal Die Kritik Der Typ ist eine Zumutung. Ganz in Gold gewandet brüllt er gegen den dunkel grollenden Sound aus der Anlage und schert sich den Teufel darum, ob die „People of Rome“ seine englisch-japanische Rede voller haltloser Versprechungen auch nur im Ansatz verstehen. Aber er… Caesar weiterlesen