Es ist wieder soweit. Vom 23. Mai bis zum 21. Juni findet das Hamburger Theaterfestival statt. Zum 18. Mal! Wie immer ausschließlich finanziert durch Spenden und Kartenverkäufe. Und wie immer sind auch in diesem Jahr hochkarätige Produktionen aus dem deutschsprachigen Raum zu sehen. Der Vorverkauf beginnt am Montag, 16. Februar um 12 Uhr.

Es beginnt mit „Der Schneesturm“. Die Bühnenfassung von Kirill Serebrennikovnn nach Vladimir Sorokin, gilt wegen seines Bühnebildes, der Mischung aus Tanz, Musik und Spiel als absolutes Totaltheater. Mehr als 45 Personen reisen dafür aus allen Richtungen an, die Einrichtung des Stückes braucht zwei Tage. Überraschend frisch, da nur auf die Frauenfiguren fokussiert, ist die Inszenierung von „Richard III“ des Regisseurs Evgeny Titov. André Kaczmarcyk, bekannt als genderfluider „Polizeiruf“-Kommissar, spielt den Richard. Überraschend und mit viel Musik ist auch die Inszenierung von „Romeo und Julia“ der jungen Regisseurin Elsa-Sophie Jach vom Residenztheater München. Joachim Meyerhoff ist an sich schon ein Star, in Ayad Akhtars „Der Fall McNeal“ vom Wiener Burgtheater spielt er einen Starautoren, der sich mit KI, dem körperlichen Verfall und seiner familiären Vergangenheit konfrontiert sieht. Eine neue Sicht auf Sicht auf Bertolt Brechts „Die heilige Johanna der Schlachthöfe“ bietet Dušan David Parízeks Inszenierung vom Berliner Ensemble mit Stefanie Rheinsberger und Kathleen Morgeneyer in den Hauptrollen. Ebenfalls vom Berliner Ensemble kommt das stets ausverkaufte „De Profundis“ von Oscar Wilde als Monolog. Jens Harzer wird dafür allabendlich gefeiert. Ein intensives Solo spielt auch Max Simonischek in Franz Kafkas „Der Bau“, eine Produktion des Wiener Burgtheaters. Das erfolgreichste Stück der Nachkriegszeit war „Die Ermittlung“. Autor Peter Weiss wohnte dem ersten Auschwitz-Prozess in Frankfurt/Main bei und verdichtete ihn zu einem sprachlichen „Oratorium“. Die Produktion vom Schauspiel Stuttgart ist nicht in einem Theater, sondern im Helmut Schmidt Auditorium der Bucerius Law School zu sehen. Der Vorverkauf für das Hamburger Theaterfestival beginnt am Montag, 16. Februar um 12 Uhr.
Schüler*innen, Studierende und Azubis zahlen übrigens nur 10 Euro, allerdings nur an der Theaterkasse und nicht als Gruppen.
Das gesamte Programm mit allen Informationen findet sich unter: https://www.hamburgertheaterfestival.de/